Pfiat di 2020 – Grüessech 2021!

Leben

Es ist September. Wie kann es nur schon September sein? In den letzten Monaten ist so viel passiert, dass ich es nicht mal geschafft habe, meinen Jahresabschluss für 2020 fertig zu schreiben und zu veröffentlichen. Bisschen peinlich, aber nun… manchmal grätscht das Leben einfach dazwischen. Nicht wahr?

Dann kamen noch Themen wie Domain- und Serverwechsel dazu, was auch nochmal einiges an Zeit und Nerven in Anspruch genommen hat. Doch nun? Nun komme ich endlich wieder dazu zu bloggen.

Und weil mir der Beitrag trotzdem am Herzen liegt und ja… irgendwie unter den Nägeln brennt, schreibe ich ihn dennoch. Da dieser Beitrag eigentlich ein Jahresrückblick ist, werde ich ihn auch entsprechend so schreiben, also wundere dich nicht, wenn die letzten Monate nicht weiter erläutert werden, das kommt dann beim nächsten. 😉

Du kannst dir gar nicht vorstellen wie sehr ich mich schon darauf freue zu bloggen und mit dir wieder mehr in Kontakt zu treten. Das hat mir wirklich gefehlt. Im letzten Jahr war einfach zu viel los. Aber alles Stück für Stück.

Der Rückblick

EheTrennungsleben & Katerchen

Nach unserem Trennungsjahr haben wir im Herbst schließlich die Scheidung eingereicht und bis Mitte Januar noch zusammen in der WG gelebt.

Der Kater hat sich in dem Jahr, seit wir getrennt waren, immer mehr zum Mamikater entwickelt. Vielleicht war er das auch schon immer, aber so fiel es natürlich viel mehr auf. Das führte am Ende auch dazu, dass der Kater mit mir ausziehen würde. So zog er auch bereits nach Weihnachten zu Dai in die Schweiz. Dort lernte er seine neue Mitbewohnerkatze kennen, doch diese hielt ihn noch enorm auf Abstand. Die ersten paar Tage hat er sich verkrochen, aber es wurde von Tag zu Tag besser.

Freundschaft

Anfang des Jahres fuhr ich spontan Dai und Kaddy besuchen. Das war im wahrsten Sinne des Wortes eine Nacht- und Nebelaktion. Ich wurde mit einem lautstarken „OTSUKAREEEEEEEEEE“ (falls du nicht weißt was es damit auf sich hat, hab ich dir hier rechts das Video eingebunden) und offenen Armen begrüßt. Kaddy und ihr Liebster haben mich für eine Woche bei ihnen nächtigen lassen. Es war eine wohltuende und sehr lustige Zeit. Ich bin mega happy, dass ich durch Dai Kaddy kennen lernen konnte.

Otsukaresama deshita.
お疲れ様でした。| おつかれさまでした。
bedeutet so viel wie „Danke für deine Arbeit!“

Im Sommer, als die Pandemie mehr oder weniger eine Pause einlegte, konnten wir zusammen mit Chris einen ausgedehnten Fangirl-Aufenthalt bei Dai abhalten. Wir vier Mädels hatten den Spaß unseres Lebens, mit schiefem Mitgegröle (denn Grölen muss schief sein) und den leckersten Speisen, sowie ausgedehnten Zeichensessions. Ich vermisse die Mädels wirklich sehr und hoffe die Pandemie kriegt sich bald wieder ein und man kann sich dann endlich wieder sehen.

Beruf & Gesundheit

Kaum das meine Lieblingskollegin weg war und die Versprechen bzgl. Unterstützung mehr und mehr ins Leere und Lächerliche liefen, zog mein Körper die Notbremse. Der Psychiater den ich bereits seit einer Weile aufsuchte, eben wegen der schon erwähnten Medikamente die ich zur Unterstützung während der Therapie bekam, fackelte nicht lang und schrieb mich krank.

Es dauerte eine ganze Weile bis mein Körper wieder zu einem normalen Schlafrhythmus zurück fand, bis all die körperlichen oder sagen wir besser psychosomatischen Symptome weniger wurden und ich tatsächlich anfing mich zu erholen. Ende des Jahres kündigte ich den Job, weil ich keinerlei Hoffnungsschimmer sah, dort weiter zu arbeiten. Zudem ergab sich die Möglichkeit für einen Job in der Schweiz, auch wenn dies dann am Ende völlig anders verlief. Es stand also eine große Veränderung an. Im Herbst fing die ganze Planerei und Vorbereitung für meinen Umzug in die Schweiz an.

Neues ausprobiert

Nach meinem Besuch bei Kaddy hatte ich plötzlich wieder Pflanzen Zuhause. Auch von Chris kam einiges hinzu und sie haben eine ganze Weile überlebt. Dann hatte mich die Depression fest im Griff und ich konnte es nicht mehr so händeln wie ich gern wollte. Sie gingen ein. Doch Ende des Jahres sollte ich wieder einen Draht dazu finden. Ob es so kurz vor dem Umzug wirklich klug war, lassen wir mal dahin gestellt. 😂

Wie bereits erwähnt, kamen wir Mädels im Sommer zusammen und hatten eine Zeichensession nach der anderen, so geschah es auch, dass Kaddy mich ins digitale Zeichnen/Malen einführte. Ich hätte nicht gedacht, dass ich das irgendwie hinkriege. Also so, dass es auch wirklich nach jemandem aussieht, aber ich bin mächtig stolz auf das Ergebnis. Auch wenn ich durch die Auswanderei erst ein Jahr später dazu kam es zu beenden.

Konzerte lagen ja dank Corona leider nicht mehr drin, doch BTS hatte glücklicherweise einen Onlinestream und wir haben uns das bei selbstgemachtem Korean BBQ angeschaut. Es war einfach toll. Ich will mir gar nicht vorstellen wie es für einen Künstler sein mag, wenn die fehlenden Reaktionen auf ihre Arbeit fehlen, doch die Jungs haben das wirklich toll gemacht und es war ein tolles Erlebnis.

Außerdem war ich zum ersten und bestimmt nicht letzten mal in den Bergen. Moment… auf den Bergen? Auf einem Pass. Dem Sustenpass genau genommen. Das Atmen fiel auf ungefähr 2220 müM schon wesentlich schwerer. Gerade bei mir, wo die Fitness einfach noch fehlt ist das natürlich so eine Sache. Auch der Druck der Masse meines Körpers ist da einfach eine andere Liga, aber es war so schön. Ich will da wieder rauf und arbeite hart daran, dass es beim nächsten Mal leichter wird.

Veränderung

äußerlich

Tatsächlich gab es äußerlich keine signifikanten Veränderungen. Außer, dass ich 20 kg abgenommen und den Undercut beibehalten habe. Aber 2020 blieb sonst alles relativ gleich.

innerlich

war das vergangene Jahr eine echte Herausforderung. Ich saß eigentlich ständig zwischen den Stühlen: Schuldgefühle, starke Depressionen und dem Gefühl das absolut richtige zu tun.

The Good & The Bad

Die schlimmsten Ereignisse

Depressionen die mich im wahrsten Sinne des Wortes zur Ruhe zwangen. Es ist kein Spaß wenn der Körper streikt und dir knallhart signalisiert: bis hier hin hab ich mit gemacht, aber jetzt ist Schluß! Eigentlich ist es ja gut, dass der Körper die Notbremse ziehen kann, aber es zu erleben ist nicht schön.

Die schönsten Ereignisse

fanden allesamt mit meinen Herzmenschen statt. Ich habe neue Menschen kennen gelernt, viel über mich selbst gelernt und auch, dass man etwas, das als verloren/verlernt im Kopf abgespeichert wurde, wieder neu lernen kann. Nichts ist unmöglich, solange man es versucht.

Der Ausblick

Mein Wort des Jahres / Was ich mir für das nächste Jahr wünsche

Das vergangene Jahr war für uns alle eine ganz neue Herausforderung. Corona hat alles erschwert und gleichzeitig auch dafür gesorgt andere Werte zu schätzen zu wissen. Für mich bleibt das Wort des letzten Jahres auch für 2021 bestehen: Wertvoll!

Was mir Angst macht & worauf ich mich freue

Ich fasse diese beiden Punkte diesmal zusammen: in die Schweiz auswandern.

Und auch wenn es viel später ist, als ursprünglich gewollt, so wünsche ich Dir ein ganz wundervolles restliches Jahr, auf das all deine Wünsche in Erfüllung gehen, du gesund und munter bleibst und wir auch im nächsten Jahr viel zu quatschen haben.

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